Leo I. (Hl.)45,
Leo I. (Hl.),
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440-461,
21 Jahre 1 Monat 12 Tage,
Leo I. der Große stellt den abschließenden Höhepunkt in der Entwicklung des Papsttums innerhalb des Imperium Romanum dar, dem er noch ganz verhaftet ist. Er stammt aus einer altchristlichen Senatorenfamilie und bringt eine altrömische Tüchtigkeit mit - und auch deren Herrenbewusstsein. Er verbietet, dass ein Sklave Bischof werden kann, "als ob die elende Knechtskreatur solcher Würde fähig wäre." (Johannes Haller, Das Papsttum, Idee und Wirklichkeit, Urach/Stuttgart, 1950, Bd. 1, 155). Er sieht die Kirche als erhabenere Fortsetzerin und Erbin des römischen Weltreiches. Und er übernimmt im beginnenden Zerfall oft weltliche Verantwortung. Leo lebt im Bewusstsein, ihm sein nach göttlicher Anordnung die Sorge um die Gesamtkirche aufgetragen. Oft hört man von ihm, "Christus der Herr habe dem Apostelfürsten Petrus den Vorrang vor den anderen Aposteln gegeben, Petrus sei der Ahnherr des römischen Stuhles und der Primas unter allen Bischöfen und deshalb komme auch dessen Nachfolger allein Leitung und Fürsorge der gesamten Kirche zu." (Franz Xaver Seppelt/ Georg Schwaiger, Geschichte der Päpste, von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1964, 39) Er versteht sich so als oberster Lehrer der Kirche: Im Jahr 449 tagte in Ephesus eine von Kaiser Theodosius II. einberufene Synode, die den zuvor wegen seiner Irrlehre verurteilten Mönch Eutyches rehabiliterte. Eutyches behauptete, dass die menschliche Natur in Jesus keine Rolle spiele und in der göttlichen aufgehe wie ein Honigtropfen im Meer. Die von Papst Leo I. als "Räubersynode" bezeichnete Versammlung erzwang die Zustimmung der versammelten Kirchenvertreter mit Waffengewalt. Dagegen verfasste Leo I. ein Schreiben, in dem er die Lehre von zwei Naturen in Jesus formulierte. Seine Formulierung wurde dann vom Konzil in Chalzedon 451 als amtliche Lehre der Kirche übernommen. Can. 28 dieses Konzils über die Stellung des Patriarchen von Konstantinopel lehnte er ab. Er brachte den Primat des römischen Bischofs als Petrusnachfolger zur Geltung. Leo I. war auch der erste Bischof von Rom, der den Titel des Pontifex Maximus (oberster (Brückenbauer = Priester) verwendete, eine Bezeichnung, die zuvor zu den Ämtern der römischen Kaiser gehörte. "Der weström. Kaiser Valentinian III hatte schon 445 durch ein v. L. erbetenes Reskript den Jurisdiktionsprimat des röm. Bisch. ohne Einschränkung staatlicherseits anerkannt" (G. Schweiger, LTHK² 6,945-947:46) Auf dem Konzil von Chalcedon wird unter lautem Beifall das Lehrschreiben Leos an Flavian verlesen und die Bischöfe bekunden: "Dies ist der Glaube der Väter, das ist der Glaube der Apostel. So glauben wir alle. Durch Leo hat Petrus gesprochen!" (Seppelt/Schwaiger, 41). Der Monophysitismus wurde abgelehnt und seine Anhänger aus der Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen. Leo erreicht ausserdem bereits im Jahr 445 bei Kaiser Valentinian III. ein Reskript, das bestimmt, dass die päpstlichen Primatialrechte ohne jede Einschränkung im Weströmischen Reich staatlicherseits anerkannt werden, dass also jede Anordnung des Papstes ein Gesetz ist. (Seppelt/Schwaiger, 43). ,
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um 400,
Volterra in Etrurien oder Rom als Sohn einer toskanischen Familie,
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10.11.461,
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im Atrium des Petersdomes, 688 Gebeine ins Innere der Basilika überführt,
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Kaiser Theodosius, Attila der Hunnenkönig,
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96 wichtige Predigten und 143 Briefe sind erhalten. Er war vorher Archidiakon unter Papst Coelestin I. in Rom.,
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der Löwe (latein.),
10.11.,
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Drachen,
Sänger, Musiker und Organisten,
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