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Eine virtuelle Zeitreise durch die Welt des Papsttums auf DVD

Die Begeisterung für Papst Johannes Paul II und Papst Benedikt XVI inspiriert Multimedia Agentur Animabit zu einem historischen Überblick über 2000 Jahre höchstes katholisches Kirchenamt/ Mit 3D Animation wird Jahrtausend alte Geschichte wieder lebendig

Die DVD beginnt damit, dass der Betrachter den Petersplatz in Rom betritt, sich einfangen lässt von der Größe und der Atmosphäre des Petersdoms. Er schaut sich um, schaut sich den Dom genauer an, um dann in die Historie einzutauchen, die sich in mehreren virtuellen Ausstellungsräumen präsentiert. Und um sich in 2000 Jahren zurechtzufinden, steht dem Besucher ein Zeitstrahl zur Verfügung. Hier findet er die verschiedenen Epochen, nach Zeiten geordnet, bebildert und 3D animiert, von Videosequenzen begleitet, zurück bis zum ersten Kirchenoberhaupt „Petrus" um das Jahr 67 nach Christi Geburt.

Da tauchen kirchliche Stationen aus Rom, aber auch andere bedeutende Kirchenstandorte, wie beispielsweise Deutschland, die Schweiz und Österreich auf, die die Verbreitung des Papsttums allein in Europa ahnen lassen. Doch es fehlen auch nicht Hinweise auf den Einfluss des Papsttums auf andere Kontinente wie Südamerika, Asien und Nordamerika. Von Station zu Station, von Zeitabschnitt zu Zeitabschnitt kann sich der Interessierte per Mausklick durch die Jahrhunderte mit all ihren Höhen und Tiefen, auch des Papsttums, hindurch leiten lassen und findet dabei viele Informationen und Anregungen für eigene Nachforschungen.

Das gesamte Geschichtswerk wird noch 2006 als dreidimensionale DVD zu erwerben sein, doch auch Video- und PC –Versionen werden angeboten. Den besonderen Reiz dieser Dokumentation macht die Verbindung modernster Medientechnik mit einer Geschichte aus, von der man allenfalls filmische Darstellungen, meist aber nur Gedrucktes kennt. Die Technik erlaubt heute interaktiv in ein Geschehen einzutauchen, selbst zu bestimmen, was man sich von den verschiedenen Stationen, Räumen und Präsentationen wann anschaut.

Insbesondere diese Verbindung soll den bevorstehenden Besuch des Papstes Benedikt XVI. in Bayern im September 2006 begleiten und einen Dialog mit den vielen Hundert Tausend Besuchern bei den Weltjugendtagen ermöglichen.

Die Papst-Dokumentation soll, so ihre Initiatoren Diplom Theologe Franz Böhmisch und Diplom Ingenieur (FH) Hans Käser, dazu beitragen, die Historie des Papsttums und ihre zentrale Bedeutung für die Entwicklungs-Geschichte Europas und anderer Länder bis in unsere Zeit transparent und nachvollziehbar werden zu lassen. Die DVD soll Auftakt für einen neuen Dialog mit den Kirchen sein und die Papst-Fan-Gemeinde für eine Community Plattform begeistern, auf der auch zwischen den Kirchentagen Antworten zu Fragen unserer Tage ausgetauscht werden können.

Was wäre dazu besser geeignet, eine so große und umfassende Aufgabe anzugehen, als der Einsatz der modernsten Medien mit ihren schier unbegrenzten Kommunikationsmöglichkeiten. Die Branche verfügt heute bereits über 3D Technologien, die virtuelle Welten, Darstellungen, Gegenstände photorealistisch abbilden und so das Abtauchen in eine längst vergangene Zeit überzeugend in die Gegenwart holen. 3D Technik ist heute bereits multimedial, interaktiv zu nutzen und über das Internet zu verbreiten - in bester Wiedergabequalität. Einer großen Verbreitung 3 dimensionaler Botschaften in virtuellen Welten, selbst aus längst vergangenen Epochen, steht also nichts im Wege. (nb)

Papsttum Dokumentation in 3D

Die Multimediaagentur Animabit,Thyrnau, realisiert die „Papsttum – DVD" mit der 3D - Software von Bitmanagement Software GmbH, in Berg bei München. Mit der Basis Software BS Contact VRML/X3D lassen sich Bilder, Gegenstände, Videos in höchster Qualität visualisieren, aber interaktiv nutzen. Sie lassen sich im Internet problemlos verbreiten und fördern so Massenanwendungen für diese 3D Lösung. Die Basis Software ist in der aktuellen Version 7.0 verfügbar. Durch eine Vielzahl neuer Features wurde vor allem die Multimediafähigkeit erweitert. Mehr dazu unter

[http://www.animabit.de]

Einst ging der Vatikan bis Bayern

Wenn im September Papst Benedikt der XVI seine bayrische Heimat besucht und in Altötting Tausende von Katholiken mit ihm ein Fest des gemeinsamen Glaubens feiern, dann könnte er nur wenige Kilometer entfernt jene Orte besuchen, die Jahrhunderte lang zum „patrimonium sanctae ecclesiae Petri“ gehörten, frei übersetzt zum „väterlichen Erbe der Heiligen Kirche Petri“, aus dem später der Kirchenstaat und nach dessen Zerschlagung der Vatikanstaat hervorging. Das „patrimonium Petri“ erwuchs aus Schenkungen frommer Christen an den Papst als dem Nachfolger des Petrus. Diese Güter wurden dem Papst als „Gut der Armen“ (res pauperum) anvertraut. Aus dessen Erträgen konnte die Kirche von Rom die Unterstützung der Armen finanzieren.

Wie der Reichersberger Chorherr Philipp Werner Schachinger zeigen konnte, gehörten drei bayrische Gemeinden, eine in unmittelbarer Nähe von Altötting (Winhöring) und zwei im heutigen Österreich gelegen (Münsteuer und Wolinbach), bis ins Hochmittelalter zu diesem „patrimonium petri“. Verwaltet wurden diese Gemeinden im Auftrag des Papstes durch die Bischöfe von Salzburg und Bamberg.

Die einst päpstliche Pfarrei St. Peter und Paul in Winhöring, ca. 10 km von Altötting entfernt, wurde in einer Schenkungsurkunde 1018 dem Bischof von Bamberg anvertraut, gehörte später zur Diözese Salzburg und seit 1822 zur Diözese Passau.

Die Pfarrei St. Peter in Münsteuer (von lat. „monasterium“) liegt zwischen Passau und dem Augustiner Chorherrenstift Reichersberg am Inn und wird von den Chorherren dieses Klosters betreut. In der Pfarrkirche St. Peter befinden sich zwei der ältesten Petrusdarstellungen Österreichs – eine romanische und eine gotische Plastik von herausragender Qualität. Um die kleine Dorfkirche, die auch noch weitere herausragende Kleinode in sich birgt, zu besuchen, muss man den Messner in der Nachbarschaft aufsuchen oder vorher das Kloster Reichersberg kontaktieren.

Die Diplomarbeit von Philipp Schachinger ist zum Nachlesen auf der Animabit DVD enthalten.

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[1] Vgl. Werner Schachinger, Zur Geschichte der päpstlichen Patrimonien WINHÖRING, „ANTESENA“ und „WOLINBACH“ nach den schriftlichen Quellen des 9. bis 11. Jahrhunderts, Diplomarbeit Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz Oktober 2004.