Robert Lowth, De Sacra Poesi Hebraeorum

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Sir 24, Rückübersetzung aus dem Griechischen

REPRO

[Ohne Rahmenansicht] [Repro in Rahmenansicht] [Animabit Multimedia CD-ROM Edition Nr. 2 (1998)]

Seite Titelseite: De Sacra Poesi Hebraeorum | Titelseite des Zweiten Bandes | S. 495: Sir 24, 1-9 | S. 496: Sir 24, 10-21 | S. 497: Sir 24, 22-27 | S. 498: Sir 24, 28-34

Durch die Funde hebräischer Handschriften des Sirachbuches in der Geniza von Kairo, in Qumran und auf Massada wurden die bisher bekannten Rückübersetzungsversuche als problematisch entlarvt. Die jeweilige Theorie des Autors über die hebräische Poesie führte zu recht eigenwilligen hebräischen Dichtungen, die mit dem Original von Ben Sira recht wenig zu tun haben.

Da Sir 24 bisher nicht in Hebräisch aufgefunden wurde, besteht in Bezug auf dieses wichtige Weisheitskapitel eine noch keine Klarheit. Die Rückübersetzung von Lowth ist von kulturgeschichtlichem Interesse, soll es doch als "exemplo intelligetur", wie Lowth selber seine Rückübersetzung erläutert.

Die Rückübersetzung mit dem größten wissenschaftlichen Wert stellt die Ausgabe von Mosche Z. Segal in seinem hebräischen Kommentar zum Sirachbuch dar, in dem er jene Teile, die nur Griechisch und Syrisch erhalten blieben, rekonstruiert und ergänzt hat. Da dies für ein Hebräisch-sprachiges Publikum geschah, ist das auch sinnvoll. Grundsätzlich ist jedoch der Eigenwert jeder Übersetzung zu beachten und zur Kenntnis zu nehmen, dass von den Übersetzungen zu den jeweils unterschiedlichen Vorlagen nur schwer ein verantworteter Rückschluß erfolgen kann.

Franz Böhmisch