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Franz Böhmisch, Die Nabatäer
Triklinien

Triklinien nannten die Römer nach den drei hufeisenförmig stehenden Liegen, auf denen sie zu Tische lagen, ihr Speisezimmer. Sie waren ähnlich den Hypogäen in Alexandria und den römischen Mithräen, die man ja auch am römischen Limes entlang der Donau und bis hinauf zum Rhein findet, oft aus dem Felsen geschlagen oder eingetieft. Die hufeisenförmige Steinbank war nach dem Eingang hin offen und konnte auf beiden Seiten über Stufen bestiegen werden. Bedient wurde von innen her. Gegenüber dem Eingang befindet sich in der Regel eine Nische für eine Gottesgestalt oder die Darstellung eines Toten. So ist das Löwengrab in Wirklichkeit ein Triklinium mit reichgeschmückter Fassade, das sich in einem Grabkomplex auf der dem Siq abgewandten Seite im Wadi ed-Deir befindet.

 
Triklinium
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