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Franz Böhmisch, Die Nabatäer
Die Religion der Nabatäer

Literatur:
F. Dexinger (Hg.), Die Nabatäer: Kultur aus der Wüste. Katalog der Ausstellung im Museum für Völkerkunde in Wien 2. Okt. bis 30. Nov. 1980, Wien 1980.
Jürgen Zangenberg, "Alles ist voller Götter" - Religion und Kult bei den Nabatäern, in: Manfred Lindner (Hg.), Petra. Königin der Weihrauchstrasse, VKA-Verlag, Fürth o.J. [1990], 25-36.

Immer wieder sieht man ungezählte Steinmale an den Wänden. Sie legen Zeugnis ab von der vorislamischen arabischen Religion, die bei den Nabatäern vorherrschte. In einem viereckigen Stein sehen die Nabatäer ihren Hauptgott Dhu ash-Shara repräsentiert, was übersetzt “Der vom Shara” heißt. Shara ist der Name des Gebirges in der Umgebung Petras. Dhu ash-Shara, bzw Dushara oder griechisch Dusares hatte neben sich eine Göttin al-Uzza, die Starke, die meist in einem kleineren Stein daneben steht. Diese Steine heißen Baityl, vom hebr. Bet-El, wörtl Haus Gottes, weil man sich in Ihnen die Gottheit anwesend dachte. Auch Allat und Atargatis spielen eine große Rolle im nabatäischen Pantheon. Später werden die weiblichen Gottheiten oft verschmolzen und mit Isis indentifiziert, Dusares erhält durch seine Identifikation mit Dionysios dessen Attribute und Quarakterisierungen hinzu.

F.B.

 
Baityl auf dem Opferplatz
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