| Die
nabatäische Landwirtschaft und Hydrotechnik
Die Nabatäer
waren Meister in der Nutzung des wenigen Wassers, das in diesen Gegenden
vom Himmel fällt. Sie konnten in Gegenden Landwirtschaft betreiben,
in denen es heutzutage nicht gelingt. Prof. Evenari, ein israelischer Botaniker,
hat daher im Negev gegenüber von Avdat in einem Versuchsgelände
nabatäische Bewässerungstechniken zu ergründen versucht
und dabei ganz gute Erfolge erzielt. Die Nabatäer errichteten Dämme
und umfassten ganze Hügel mit rechteckigen oder kreisförmigen
Kanalsystemen, so daß jeder Tropfen Wasser für die Bewirtschaftung
genutzt werden konnte. In Große Zisternen wurde das Wasser gesammelt,
das das Überleben ermöglicht. Auf der Umm al-Biyara, der Mutter
der Zisternen, einer Festung über Petra, die durchaus mit Masada zu
vergleichen ist, sorgte ein ausgeklügeltes Wasser und Zisternensystem
für die Wasserspeicherung. Durch kleine Steinhaufen versuchte man
die Erosion des Bodens gezielt zu steuern. Berühmt wurden die Nabatäer
über ihre Pferdezucht. Große Weinpressen bezeugen, daß
die Nabatäer mit ihrer Landwirtschaft Erfolg hatten. |